Spuren einer stillen Revolution

Begegnungen eines Kibbuz-Mitgliedes mit der Katholischen Integrierten Gemeinde

1. Auflage
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September 12, 2024 | History

Spuren einer stillen Revolution

Begegnungen eines Kibbuz-Mitgliedes mit der Katholischen Integrierten Gemeinde

1. Auflage

Chaim Seeligmann, 1912 in Karlsruhe geboren, Historiker, Ehrendoktor der Universität Bielefeld, lebt seit Mitte der 30er Jahre im Kibbuz Givat Brenner in Israel und lehrt am Forschungsinstitut der Vereinigten Kibbuzbewegung „Yad Tabenkin“. Er, der Agnostiker, ist seit vielen Jahren mit Katholiken in Deutschland verbunden. Seit 1985 hat Chaim Seeligmann immer wieder die Katholische Integrierte Gemeinde in Deutschland besucht. Die bei ihr gehaltenen Vorträge verdienten, einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht zu werden. Im vorliegenden Band, mit dem die „Urfelder Reihe“ fortgeführt wird, sind Beiträge des Kibbuz-Mitgliedes gesammelt, die helfen, die Identität des Jüdisch-Christlichen neu freizulegen. Sechs Vorträge sind durch viele Zwischenüberschriften sehr leserfreundlich aufbereitet: Über den säkularen Messianismus. – Anarchistische Gedanken im Kibbuzleben. – Rabbi Jehuda der Fromme und seine Schüler. – Aus dem jüdischen Mittelalter in Deutschland. – Rabbi Nachman von Bratzlav. Eine Anstiftung zur „Dreistigkeit“.– Die jüdische Jugendbewegung – Eine Wurzel der Kibbuzim. – Die jüngste Entwicklung in der Kibbuzbewegung. Ein säkularer Jude bringt hier in säkularer Sprache einige Kernbegriffe jüdischer Tradition dem Verstehen neu nahe: Vision und Auftrag, Freiwilligkeit und Nichtanpassung, Verwirklichung und Gemeinschaft. Im Vorwort zeichnet Dr. Bernhard Koch, Freund des Autors, Konturen der Biographie von Chaim Seeligmann: „Er ist nicht ein Theoretiker, der Thesen verficht, er ist vielmehr Botschafter einer Tradition, die am Berg Sinai ihren Anfang nahm, die seither in immer neuer Weise auf die Verwirklichung wartet und die in unserem Jahrhundert gewaltsam ausgelöscht werden sollte“ (S. 17). Zu diesem Buch sollte greifen, wer sich dem Gespräch mit Juden und Christen verpflichtet weiß, wer sich als Freund der Kibbuz-Bewegung versteht, wer sich für den Austausch unter Gemeinschaftsbewegungen unseres Jahrhunderts interessiert. Für Historiker und Pädagogen ist es „Pflichtlektüre“.

Publish Date
Publisher
Verlag Urfeld
Language
German
Pages
137

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Book Details


Table of Contents

Vorwort von Dr. Bernhard Koch
Page 11
I. Über den säkularen Messianismus
Page 19
Neue Antworten in schwierigen Situationen
Page 20
Die Bewegung „Gusch emunim“ in Israel
Page 21
Der messianische Gedanke im Judentum
Page 22
Messianische Bewegungen im Mittelalter
Page 23
Wer ist der Messias? Nur ein falscher Messias?
Page 23
Entwicklungslinien
Page 24
Bleibendes Grundwissen
Page 25
Fortwirken des messianischen Impulses
Page 26
Gustav Landauer und die Idee des Sozialismus
Page 26
Messianische Grundvorstellungen
Page 28
Erlösung im Sinn der Tat
Page 28
Der Zionismus
Page 29
Glaube als Möglichkeit, daß es zu etwas kommen kann
Page 30
Die chassidische Bewegung und die messianische Erwartung
Page 31
„Aufsteigen nach Israel“
Page 32
Nachwirken der chassidischen Gedanken: Martin Buber, die Jugendbewegung
Page 33
Franz Rosenzweig
Page 33
Man arbeitet seine Arbeit
Page 35
Ein Idealismus für jeden Tag
Page 36
II. Anarchistische Gedanken im Kibbuzleben
Page 37
Unsere Bewegung umfaßt jetzt drei bis vier Generationen
Page 38
Die Kibbuzbewegung war eine zentrale Kraft
Page 38
Pjotr Kropotkin
Page 40
Gustav Landauer: Gemeinsames Siedeln
Page 41
Jüdische Substanz – ohne Religion
Page 42
Landauers Mystik
Page 42
Bernard Lazare
Page 43
Lazares ,Anarchismus“: Parteinahme für die untersten Schichten
Page 44
Lazare als prophetische Figur
Page 45
Erich Mühsam
Page 46
Wegweiser auch für heute?
Page 46
Was ist Anarchismus?
Page 48
Sinngebung für unser Leben
Page 49
Sorge der ersten Generation: Etwas Neues finden
Page 50
Die Idee der Verwirklichung
Page 51
Anarchistisch denken
Page 51
III. Rabbi Jehuda der Fromme und seine Schüler – Aus dem jüdischen Mittelalter in Deutschland
Page 53
„Die Frommen aus Deutschland“ – Die Chassidim aus Aschkenas
Page 56
Die jüdische Diaspora
Page 56
Die Diaspora in Deutschland
Page 58
Auseinandersetzungen zwischen Christen und Juden
Page 58
Ansiedlung von Juden
Page 59
Die jüdische Gemeinde
Page 61
Jüdisches Lernen
Page 62
Die Weisen (Chackamim)
Page 63
Die Frommen (Chassidim)
Page 64
Parallele zur Franziskanischen Bewegung?
Page 66
Stille Revolution
Page 67
Jirat Schamajim – Gottesfürchtigkeit
Page 68
Diese Bewegung war nicht beliebt
Page 69
Juden und Nichtjuden
Page 69
Verkehr zwischen Juden und Nichtjuden
Page 70
Rabbi Jehuda lernt
Page 72
Rabbi Jehuda verheiratet seine Tochter
Page 74
Das einfache Herz ist wichtiger als das gelehrte Wort
Page 76
Das Wesen der Frömmigkeit
Page 78
Zusammenfassung
Page 79
Die Aktualität für die Gemeinde
Page 80
IV. Rabbi Nachman von Bratzlav – Eine Anstiftung zur „Dreistigkeit“
Page 81
Dank für Traudl Wallbrechers Worte
Page 82
Dank für die Aufnahme meiner Freunde
Page 83
„Rabbi Nachman von Bratzlav“
Page 86
Der Urenkel des Beseht: Der Mann mit den Schmerzen
Page 86
Was wird mein Weg sein?
Page 87
Die Reise nach Palästina
Page 88
Die Berufung
Page 89
Auf einem besonderen Weg
Page 90
Die Hemmnisse
Page 90
„Erlösung durch Sünden“
Page 92
Im Lande Israel
Page 93
In Tiberias und Safed
Page 94
Die Heimreise
Page 95
Erzählungen des Rabbi Nachman: Die Welt – Welt schauen – Gott und Mensch
Page 96
„Der Chassidismus sprach mich an“
Page 97
Voluntarismus – Verwirklichung
Page 98
Kibbuzbewegung und Chassidismus
Page 99
Neues verwirklichen
Page 100
„Stille Revolution“
Page 100
V. Die jüdische Jugendbewegung – eine Wurzel der Kibbuzim
Page 103
Vielfalt der jüdischen Jugendbewegung
Page 104
Voluntarismus
Page 106
Verwirklichung gemeinsamer Lebensformen
Page 107
Vorbereitungszeiten
Page 109
Von Hameln nach Givat Brenner
Page 110
Auseinandersetzung mit den Eltern
Page 111
Gegenseitige Verantwortung
Page 112
Sendboten aus Israel
Page 112
Briefe der ersten Gruppe
Page 113
Religiöse und nicht-religiöse Jugendbewegung
Page 114
Radikalismus und Nonkonformismus
Page 115
Und heute: Wird der Kibbuz überleben?
Page 116
„Unsere Söhne, unsere Töchter“
Page 117
VI. Die jüngste Entwicklung in der Kibbuzbewegung
Page 119
80 Jahre Kibbuzbewegung: Eine nicht gescheiterte Utopie
Page 122
Eine neue Zeit – neue Fragen
Page 123
Heutige Probleme
Page 125
Wirtschaftliche Fragen
Page 126
Landwirtschaft und Industrie
Page 127
Auflösung der kollektiven Erziehungsformen
Page 128
Auflösung der Kinderhäuser
Page 129
Neubewertung der allgemeinen Versammlung
Page 131
Lockerung der Identifikation
Page 132
Arbeitsplatz außerhalb des Kibbuz
Page 132
Neue kommerzielle Arbeitszweige
Page 133
Der Impetus des Anfangs – damals und heute
Page 134
Hinweise zur Entstehung der einzelnen Beiträge
Page 136

Edition Notes

Published in
Hagen, Germany
Series
Urfelder Reihe, 2

Classifications

Library of Congress
MLCS 2002/03281 (B)

The Physical Object

Format
Paperback
Pagination
137p.
Number of pages
137
Dimensions
20 x x centimeters

Edition Identifiers

Open Library
OL72211M
ISBN 10
3932857216
ISBN 13
9783932857218
LCCN
99172852
OCLC/WorldCat
40368153
LibraryThing
2220942
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95271650X
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Work ID
OL630007W

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