„Im Geruch eines Bombenwerfers“

Johann Most (1846–1906) und seine Beziehungen zu Glauchau, einem Zentrum der sächsischen und deutschen Arbeiterbewegung

1. Auflage
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April 22, 2025 | History

„Im Geruch eines Bombenwerfers“

Johann Most (1846–1906) und seine Beziehungen zu Glauchau, einem Zentrum der sächsischen und deutschen Arbeiterbewegung

1. Auflage

Wer war Johann Most? Diese Frage bewegt bis heute die Gemüter. Während er von den Herrschenden seiner Zeit schon frühzeitig in die Nähe von „Bombenwerfern“ gerückt wurde, wird er in der Gegenwart häufig als einer der führenden Köpfe des ersten, die „westliche Welt“ bedrohenden terroristischen Netzwerks der Geschichte verleumdet.

Um sich dieser Person unvoreingenommen nähern zu können, soll der vorliegende Band einen Beitrag liefern. Johann Mosts bisher unbeachtet gebliebenen engen Beziehungen zu Glauchauer Sozialdemokratie werden erhellt, die selbst in seinen Erinnerungen so gut wie keine Erwähnung fanden. Neben August Bebel, Wilhelm Liebknecht, Julius Motteler, Karl Wilhelm Stolle und Julius Vahlteich gehörte er hier in der ersten Hälfte der siebziger Jahre des 19. Jahrhunderts zu den wichtigsten Referenten auf sozialdemokratischen Versammlungen.

Seine beiden bedeutendsten Reden in Glauchau hielt er am 22. April 1872, deren stenographischen Protokolle an dieser Stelle erstmals vollständig ediert werden. Ihre Gegenstände waren der Leipziger Hochverratsprozeß gegen Wilhelm Liebknecht, August Bebel und Adolf Hepner sowie die Presse. Johann Most sprach – nur durch eine zehnminütige Pause unterbrochen – über zweieinhalb Stunden. Johann Most trat jedoch in Glauchau nicht nur als Referent auf, sondern kann auch als geistiger Vater der hier seit dem 1. September 1875 erscheinenden „Glauchauer Nachrichten“ gelten.

Auch nach Erlaß des Sozialistengesetzes brachen seine Beziehungen zur Glauchauer Sozialdemokratie nicht ab; so beschlagnahmten die hiesigen Polizeibehörden bei Ortsansässigen immer wieder Exemplare der von Johann Most in London herausgegebenen Zeitung „Freiheit“, die auf postalischem Wege illegal ins Land geschmuggelt wurden.

(Source: Trafo Verlag)

Publish Date
Publisher
Trafo Verlag
Language
German
Pages
122

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Book Details


Table of Contents

1. Johann Most – eine biographische Einführung
Page 7
2. Die Beziehungen Johann Mosts zu Glauchau und zur dortigen Sozialdemokratie
Page 11
3. Quellenedition
Page 39
3.1. Edition der von Johann Most am 22. April 1872 vor Glauchauer Arbeitern gehaltenen Rede zum Leipziger Hochverratsprozeß
Page 39
3.2. Edition der von Johann Most am 22. April 1872 vor Glauchauer Arbeitern gehaltenen Rede über die Presse
Page 82
4. Literaturverzeichnis
Page 111
5. Register
Page 117
Über den Autor
Page 121

Edition Notes

Published in
Berlin, Germany
Series
BzG/Kleine Reihe Biographien; Trafo-Taschenbuch
Other Titles
Im Geruch eines Bombenwerfers: Johann Most (1846–1906) und seine Beziehungen zu Glauchau, einem Zentrum der sächsischen und deutschen Arbeiterbewegung

Classifications

Dewey Decimal Class
943.2163083092
Library of Congress
HX274.7.M67 J64 2007
lccn_permalink
https://lccn.loc.gov/2008374676

The Physical Object

Format
Paperback
Pagination
122p.
Number of pages
122
Dimensions
18 x 12 x 1 centimeters
Weight
150 grams

Edition Identifiers

Open Library
OL26357777M
ISBN 10
3896265105
ISBN 13
9783896265104
LCCN
2008374676
OCLC/WorldCat
180741935
Google
6q0ZAQAAIAAJ
Deutsche National Bibliothek
983775885
BookBrainz
351b3cfe-c9c2-47ff-a03b-41790e880c32

Work Identifiers

Work ID
OL17760451W
Wikidata
Q134037520
BookBrainz
6479c872-8548-48b4-8065-aed27233643a

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