Baukunst in Elberfeld im 19. Jahrhundert Die Baukunst in Elberfeld während der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts

Die Bauten der Gemeinde und des Staates

Dissertation
Baukunst in Elberfeld im 19. Jahrhundert Die ...
Ernst Zinn, Ernst Zinn
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January 31, 2010 | History

Baukunst in Elberfeld im 19. Jahrhundert Die Baukunst in Elberfeld während der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts

Die Bauten der Gemeinde und des Staates

Dissertation

Als im Jahr 1849 jener Band der Kunstdenkmäler der Rheinprovinz, der sich mit der Stadt Elberfeld und ihrer Umgebung befasste, veröffentlicht wurde, war das Interesse an den Bauten des frühen 19. Jahrhunderts noch gering, auch diejenigen des späten 18. Jahrhunderts hatten wenig Beachtung gefunden. Einige Jahre später erwachte, namentlich unter dem Einfluss der Bestrebungen des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Heimatschutz, das Interesse für die bergische Bauweise. Im Jahre 1907 erschien im zweiten Heft der Folge der "Mitteilungen" des Vereins eine grundlegende Abhandlung über das bergische Bürgerhaus, dessen ausgeprägte Eigenart in Land und Stadt weitgehend den Charakter des Bauens bestimmte, selbst wenn das beginnende Industriezeitalter und die Zugehörigkeit des Landes zu einem großen, viele Kulturen umspannenden Staat -Preußen- neuartige Aufgaben gestellt hatten. Das dreihundertjährige Jubelfest der Stadt Elberfeld im Jahr 1910 wurde zum Anlass der Veröffentlichung eines Sonderheftes des Vereins, in welchem die Bürgerbauten der Stadt, die der Prospterität des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts ihr Aufkommen neben den alten Fachwerkhäusern verdankten, erstmalig zusammenfassend gewürdigt wurden.
Die überwiegende Holzbauweise (Fachwerk) war der Stadt im Lauf der Jahrhunderte mehrmals zum Verhängnis geworden. In den Jahren 1537, 1678 und 1687 hatten Feuersbrünste im engen Wuppertal furchtbare Verheerungen angerichtet. Alle diese Schrecknisse hat der zweite Weltkrieg übertroffen. Einige Zeugen jener Blüte des 19. Jahrhunderts blieben indessen trotz gewaltiger Schäden erhalten.
Es war daher ein lobenswertes Unternehmen, dass die Technische Hochschule in Aachen sich entschloss, Elberfeld in den Rahmen ihrer baugeschichtlichen Untersuchungen zum 19. Jahrhundert einzubeziehen und die Forschungen des Herrn Oberregierungsbaurats Ernst Zinn und ihre Veröffentlichung zu ermöglichen. Seine Ergebnisse gewähren einen interessanten Einblick in die Planungsvorgänge und das Ringen um ihre Verwirklichung gegen manche Hindernisse, alles in allem einen wertvollen Beitrag zur rheinischen Kunstgeschichte in den Anfängen der preußischen Ära.
Der Rheinische Verein ist erfreut darüber, auch bei diesem Werk über die Baukunst im bergischen Raum als Herausgeber auftreten zu können. Sicherlich sind nämlich von der großen Stadt Elberfeld bauliche Anregungen in das Umland gegangen. Mit dieser Veröffentlichung hat sich der Verein wiederum eines Raumes angenommen, dessen Baudenkmäler trotz vieler Ansätze in den letzten Jahren nicht eingehend gewürdigt wurden.
Wir danken allen, welche die Herausgabe dieses Werkes ermöglichten, inbesondere dem Kultusministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, der Stadt Wuppertal und dem Herrn Fabrikanten Dr. J.W. Zanders in Bergisch-Gladbach recht herzlich.

Köln, im September 1968

                                                                                                Prof. Dr. Graf Wolff Metternich
                                                                                                Vorsitzender des Rheinischen Vereins
                                                                                                für Denkmalpflege und Heimatschutz
Publish Date
Publisher
Schwann
Language
German
Pages
196

Book Details


First Sentence

"Gemeinde und Staat errichteten in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts größere Bauten, um hierdurch den Anforderungen der wachsenden Stadt und den allgemeinen preußischen Reformen entsprechen zu können."

Table of Contents

A. Einleitung
Page 11
I. Allgemeines
Page 11
II. Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung
Page 12
B. Die Bauten der Gemeinde und des Staates
Page 17
I. Das Rathaus
Page 17
1. Erweiterung oder Neubau
Page 17
a). Das Rathausprojekt von Vagedes
Page 17
b). Überlieferte Pläne
Page 17
c). Bemühungen um ein Grundstück ...
Page 18
d). Der Boogensche Erweiterungsplan von 1824
Page 20
2. Die Neuplanung
Page 20
a). Der Entwurf Johann Peter Cremer
Page 20
b). Zwei Änderungen ...
Page 24
3. Bauausführung
Page 31
4. Baugeschichtliche Einordnung
Page 51
II. Bahnhofs- und Direktiongebäude der Bergisch- Märkischen Eisenbahngesellschaft zu Elberfeld
Page 65
III. Das Landgericht
Page 80
IV. Die Stelle des Baukondukteurs
Page 112
V. Verzeichnis ...
Page 115
1. Das Gesellschaftsgebäude des Museums (1817 - 1820)
Page 115
2. Bürgerkrankenhaus (1820 - 1822)
Page 117
3. Gymnasium (Umbau 1820 - 1822)
Page 117
4. Katholisches Schulhaus (1823/24)
Page 118
5. Stadtwaage (1824/1825)
Page 118
6. Städtisches Armenhaus (1825 - 1827)
Page 120
7. Wohnungen für Fabrikarbeiter (1825/1826
Page 121
8. Real- und Gewerbeschule (1825/26)
Page 122
9. Schlachthaus (1826- 1830)
Page 123
10. Das Stadttheater (1843)
Page 124
11. Das Weisenhaus (1851/52)
Page 124
C. Ergebnisse der baugeschichtlichen Untersuchung ...
Page 126
I. Anmerkungen
Page 138
II. Unterlagen
Page 155
III. Literaturverzeichnis
Page 157
IV. Verzeichnis der Bauleute
Page 162
V. Anlagen
Page 173
VI. Nachweis der Figuren (32)
Page 191
VII. Nachweis der Abbildungen (90)
Page 193

Edition Notes

Die Dissertation ist im Handel nicht mehr zu erhalten.
Ausleihe in Bibliotheken oder beim Verfasser: Dr. Ernst Zinn
Eschenweg 8 D 41470 Neuss

                                                                                                           e.zinn@online.de
Published in
Düsseldorf

Classifications

Library of Congress
NA1086.E33 Z5

The Physical Object

Pagination
196 p.
Number of pages
196
Dimensions
19/25 cm
Weight
0,7 Kg.

Edition Identifiers

Open Library
OL24030426M
OCLC/WorldCat
8206628

Work Identifiers

Work ID
OL3659780W

Work Description

Als im Jahr 1849 jener Band der Kunstdenkmäler der Rheinprovinz, der sich mit der Stadt Elberfeld und ihrer Umgebung befasste, veröffentlicht wurde, war das Interesse an den Bauten des frühen 19. Jahrhunderts noch gering, auch diejenigen des späten 18. Jahrhunderts hatten wenig Beachtung gefunden. Einige Jahre später erwachte, namentlich unter dem Einfluss der Bestrebungen des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Heimatschutz, das Interesse für die bergische Bauweise. Im Jahre 1907 erschien im zweiten Heft der Folge der "Mitteilungen" des Vereins eine grundlegende Abhandlung über das bergische Bürgerhaus, dessen ausgeprägte Eigenart in Land und Stadt weitgehend den Charakter des Bauens bestimmte, selbst wenn das beginnende Industriezeitalter und die Zugehörigkeit des Landes zu einem großen, viele Kulturen umspannenden Staat -Preußen- neuartige Aufgaben gestellt hatten. Das dreihundertjährige Jubelfest der Stadt Elberfeld im Jahr 1910 wurde zum Anlass der Veröffentlichung eines Sonderheftes des Vereins, in welchem die Bürgerbauten der Stadt, die der Prospterität des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts ihr Aufkommen neben den alten Fachwerkhäusern verdankten, erstmalig zusammenfassend gewürdigt wurden.
Die überwiegende Holzbauweise (Fachwerk) war der Stadt im Lauf der Jahrhunderte mehrmals zum Verhängnis geworden. In den Jahren 1537, 1678 und 1687 hatten Feuersbrünste im engen Wuppertal furchtbare Verheerungen angerichtet. Alle diese Schrecknisse hat der zweite Weltkrieg übertroffen. Einige Zeugen jener Blüte des 19. Jahrhunderts blieben indessen trotz gewaltiger Schäden erhalten.
Es war daher ein lobenswertes Unternehmen, dass die Technische Hochschule in Aachen sich entschloss, Elberfeld in den Rahmen ihrer baugeschichtlichen Untersuchungen zum 19. Jahrhundert einzubeziehen und die Forschungen des Herrn Oberregierungsbaurats Ernst Zinn und ihre Veröffentlichung zu ermöglichen. Seine Ergebnisse gewähren einen interessanten Einblick in die Planungsvorgänge und das Ringen um ihre Verwirklichung gegen manche Hindernisse, alles in allem einen wertvollen Beitrag zur rheinischen Kunstgeschichte in den Anfängen der preußischen Ära.
Der Rheinische Verein ist erfreut darüber, auch bei diesem Werk über die Baukunst im bergischen Raum als Herausgeber auftreten zu können. Sicherlich sind nämlich von der großen Stadt Elberfeld bauliche Anregungen in das Umland gegangen. Mit dieser Veröffentlichung hat sich der Verein wiederum eines Raumes angenommen, dessen Baudenkmäler trotz vieler Ansätze in den letzten Jahren nicht eingehend gewürdigt wurden.
Wir danken allen, welche die Herausgabe dieses Werkes ermöglichten, inbesondere dem Kultusministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, der Stadt Wuppertal und dem Herrn Fabrikanten Dr. J.W. Zanders in Bergisch-Gladbach recht herzlich.

Köln, im September 1968

                                                                                                       Prof. Dr. Graf Wolff Metternich
                                                                                                 Vorsitzender des Rheinischen Vereins
                                                                                                 für Denkmalpflege und Heimatschutz

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